Am frühen Morgen des 11. Mai wurde bei uns am Tor ein Hund angebunden!
Sicherlich ist dies eine unschöne Situation: der Hund verliert seinen Bezugsmenschen, seinen Halt!
Für uns bedeutet dies Unsicherheit betreffend das Tier, seinen Gesundheitszustand. Über die steigenden Kosten für uns und die Verantwortung für ein noch unbekannte Tier – darüber brauchen wir nicht sprechen.
In vielen Kommentaren wird nun teils sehr übel über diesen Menschen geredet, ohne zu wissen, was diesen dazu bewogen hat, den Hund bei uns anzubinden.
Immerhin hatte diese Person so viel Rückgrat, den Hund nicht einfach irgendwo anzubinden oder laufen zu lassen. Diese Person hat den Hund unmittelbar im Eingangsbereich zu unserem Hof angebunden. Bereits vier Minuten später konnten wir diesen dann sichern und in einem unserer Gehege unterbringen.
Fakt: Es ist heute fast unmöglich, sein Haustier in einem Tierheim abzugeben, um den offiziellen Weg zu gehen. 90 % der Tierheime bei uns in der Umgebung sind voll.
Am Telefon und per E-Mail bekommen die Tierhalter daher meist Absagen.
Chancen auf Aufnahme haben meist nur Fundtiere oder Tiere aus Sicherstellungen, für die wir alle immer Plätze freihalten.
Daher stehen sehr viele Menschen vor dem Problem, aus welchen Gründen auch immer, sich von Ihrem Haustier „offiziell“ zu trennen. Viele Menschen erleben hier größte seelische Not und wir wissen selten, was wirklich was da dahintersteckt. Für uns ist eins klar: wir werden ihn nicht im Stich lassen, ihn bestmöglich versorgen. Wie es dann mit ihm weitergeht – wir werden Euch dazu engmaschig informieren.
Aber: wir distanzieren uns von üblen Kommentaren und verurteilen niemand.
Übrigens, der Hund heißt Balu und ist jetzt mit Zyna gemeinsam in einem Gehege. Er findet uns auch schon nicht mehr so gruselig und kommt mehr und mehr zur Ruhe. Alles wird gut!
Ihr wollt uns und Balu unterstützen? Über unsere bekannten Wege freuen wir uns jederzeit über jede noch so kleine Spende!
Und Balu? Er wird es Euch von Herzen danken.
