Neuzugang Yoshi und seine Geschichte

Neuzugang Yoshi und seine Geschichte

Viele, die unseren Alltag regelmäßig verfolgen, haben es in den letzten Tagen bereits verfolgt. Wir haben einen Neuzugang. Wir wollen Euch informieren, warum Yoshi bei uns gelandet ist und seine Geschichte erläutern.

Yoshi wurde im April 2026 von den Behörden gesichert, da sein Halter nicht mehr in der Lage war, ihn zu versorgen. Anfangs kam Yoshi bei der Familie des Halters unter, aber die waren mit seiner Versorgung leider restlos überfordert. So kam Yoshi ins Tierheim Trier.

Yoshi fand das nicht so gut und zeigte immer mehr, dass er mit seinem neuen Umfeld nicht zurechtkam. Die Kollegen haben alles probiert, um ihm seine neue Umgebung angenehm zu gestalten und gehofft, dass Yoshi sich mit seinem Schicksal abfindet. Aber Yoshi blieb so gestresst, dass er immer wieder die Inneneinrichtung zerstörte und selbst vor den Wandfliesen nicht Halt machte.

Eingesperrt sein, bellende Hunde, ständig neue Menschen, all das, was in vielen Tierheimen normal ist, damit kommt Yoshi überhaupt nicht zurecht.

Die Verletzungsgefahr für Yoshi wurde immer größer und mit ihr auch die Gefahr von seelischen Schäden. Letztendlich beschloss die Tierheimleitung nach einer anderen Haltungsmöglichkeit zu suchen. Dabei wurden wir empfohlen und so kam es zur Kontaktaufnahme.

Da wir gerade einen Platz frei hatten, haben wir uns nach einigen Vorgesprächen bereit erklärt, Yoshi auf dem Tierschutzhof aufzunehmen.

Was unterscheidet uns von einem „normalen“ Tierheim?

Wir haben keine klassische Zwingerhaltung, wobei ich bei dem Wort „Zwinger“ Gänsehaut bekomme. Bei uns leben die Hunde in Gruppen und großzügigen Gehegen, wodurch die Hunde jederzeit, auch in der Nacht, raus können. Wir haben sehr engen Kontakt zu unseren Hunden und man kann sagen, es geht schon sehr familiär bei uns zu. Der Kontakt zu den Hunden ist hautnah, auch fehlt bei uns das ständige Bellen, wie es in vielen Tierheimen zu hören ist. Klar bellen unsere Hunde auch, aber nicht so häufig und ausdauernd wie in einem klassischen Tierheim. Auf dem Hof kommen die Hunde auch zur Ruhe und das ist für die Tiere sehr wichtig. Diese Art der Haltung benötigt viel Platz und so können wir weniger Hunde aufnehmen.

So einen Luxus haben Tierheime, die Verträge mit den Kommunen haben, eben nicht. Ihre Verträge sehen vor, dass eben alle Fundhunde, Beschlagnahmungen und Sicherstellungen aufgenommen werden müssen. Daher haben sich die alteingesessenen Tierheime (oft auch städtische Tierheime genannt) immer mehr zu Verwahrstellen von verhaltensauffälligen Hunden gewandelt, die auf Grund ihrer „special effects“ einzeln in „Zwingern“ gehalten werden müssen.

Das bedeutet für diese Tierheime, dass sie durch die wachsenden Verwahrungsbedürfnisse auf gleichbleibender Grundfläche immer mehr Zwinger einrichten müssen. Dementsprechend angespannt ist auch die Geräuschkulisse. Denn das Bellen eines Hundes drückt etwas aus… Angst, Aggression, Unsicherheit, Freude und andere Emotionen.

Dieser Kommunikationsmix ist für mache Hunde extrem belastend und Yoshi kam damit absolut nicht klar. Nun haben wir ihn aufgenommen. Er hat nun bei uns die Möglichkeit zur Ruhe zu kommen und wir werden alles dafür tun ihm hierbei zu helfen